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sem - Lexikon.
Hier finden Sie Erläuterungen zu wichtigen Begriffen aus der Welt der Abwasserbeseitigung und Entwässerung
Glossar A.
- AbwAG
- Abwasserabgabengesetz
- Abwasser
- Hierzu gehört auch das aus bebauten Gebieten (befestigten/versiegelten Flächen wie Dächern und Straßen) abfließende Niederschlagswasser. Abwasser kann vielfältige Verunreinigungen enthalten, die in folgende wesentliche Belastungs- und Schadstoffgruppen unterteilt werden können: * leicht abbaubare organische Stoffe, * schwer abbaubare organische Stoffe, * Pflanzennährstoffe * Schwermetallverbindungen * Salze und * Abwärme. Um die Gewässer zu schützen, müssen die Schadstoffe durch Behandlung des Abwassers und andere Maßnahmen möglichst weitgehend reduziert werden. Die Abwassermenge von Städten schwankt zwischen 50 - 400 Liter pro Tag und Einwohner, der Flächenbedarf für eine vollständige Kläranlage schwankt zwischen 0,5 und 2,0 m² pro Einwohner.
- Abwasseranlagen
- Abwasserbeseitigungsanlagen sind unter Berücksichtigung der Benutzungsbedingungen und Auflagen für das Einleiten von Abwasser (§§ 4 und 5 WHG) nach den hierfür jeweils in Betracht kommenden Regeln der Technik zu errichten und zu betreiben. Hierzu zählen insbesondere die technischen Bestimmungen für den Bau, den Betrieb und die Unterhaltung von Abwasserbeseitigungsanlagen. Entsprechen vorhandene Anlagen nicht diesen Vorschriften, so haben die Länder sicherzustellen, dass die erforderlichen Maßnahmen durchgeführt werden (§ 18b Abs. 2 in Verbindung mit § 7a Abs. 2 WHG)
- Abwasserbehandlung
- Die mechanische Abwasserbehandlung dient der Abtrennung von Feststoffen; grobe Stoffe werden durch Rechen, Sand im Sandfänger, aufschwimmende Stoffe wie Fette und Öle durch sogenannte Leichtstoffabscheider, sink- und absetzbare Stoffe (oft nach einer Neutralisation) im Vorklärbecken zurückgehalten. Bei der biologischen Abwasserbehandlung wird die Fähigkeit von Kleinlebewesen (vor allem von aeroben Bakterien) ausgenutzt, organische Substanzen zu metabolisieren (Veratmen), das heißt sie in niedermolekulare Verbindungen, letztlich in Kohlendioxid, Wasser, Nitrat und Sulfat überzuführen. Dieser Prozess ist der natürlichen Selbstreinigung der Oberflächengewässer nachgeahmt, wobei das Verfahren durch die Konzentrationserhöhung an Bakterien usw. und durch die Sauerstoffzuführung in Form von Luft in den biologischen. Kläranlagen wesentlich beschleunigt wird. Die biologischen. Abwasserbehandlung wurde notwendig, um die Vorfluter (Oberflächengewässer) nicht durch übermäßigen Sauerstoffverbrauch zu belasten. Bei der chemischen Abwasserbehandlung wird durch Zugabe von Kalk oder Natronlauge das Abwasser neutralisiert, wobei Kolloide und Salze ausfallen können; auch Eisen- und AIuminiumsalze können zugesetzt werden. Den physikalisch-chemischen Abwasserbehandlungs-Methoden werden Flotation, Ionenaustauscher, Umkehrosmose und andere Verfahren zugerechnet.
- Abwasserbeseitigung
- Vor der Abwasserbeseitigung kann beziehungsweise muß eine Reinigung des Abwassers vorausgehen.
- Altöl
- Schmieröle auf der Basis von Mineralöl oder synthetischem Öl können z.B. Motoren- und Getriebeöle, Maschinen-, Turbinen- oder Hydrauliköle, ebenso Wasser-Öl-Gemische sein. Sie enthalten außer dem Basisöl Fremdstoffe und die auf den Verwendungszweck eingestellten Wirkstoffe. Fremdstoffe können durch Gebrauch in das Öl hinein gelangen, z.B. Kraftstoffreste, Ruß, Wasser. Durch Vermischungen werden auch nicht gebrauchsbedingte Fremdstoffe im Altöl angereichert, z.B. PCB. Durch Altöl können Gewässer geschädigt werden - es reichen nur wenige Tropfen für eine starke Verschmutzung aus. Deshalb sollte Altöl unbedingt bei den dafür vorgesehenen Sammelstellen (z.B. Ölverkaufsstellen, Tankstellen, Entsorgungsbetrieben) abgeliefert werden, wo es kostenlos entgegen genommen und umweltschonend entsorgt wird. Aus Motoren- und Getriebeölen können Zweitraffinate gewonnen und als Schmierstoff eingesetzt werden. Von Altöl lässt sich auch der Energiegehalt nutzen durch Verbrennung in dafür zugelassenen Feuerungsanlagen. Kann das Altöl nicht verwertet werden, muss es in Sonderabfall-Anlagen entsorgt werden. Altöl darf nicht mit anderen Stoffen oder Abfällen vermischt werden.
- Anschlusskanal
- Unter dem Anschlusskanal wird die Verbindung zwischen dem Misch-, Schmutz- oder Regenwasserkanal und der Grundstücksentwässerungsanlage im Bereich der öffentlichen Verkehrs- und Grünflächen bis zur Grundstücksgrenze verstanden.
ist benutztes Wasser unterschiedlicher Qualität, das durch häuslichen, gewerblichen, industriellen, landwirtschaftlichen und sonstigen Gebrauch in seinen natürlichen Eigenschaften verändert ist.
Unter Abwasserbeseitigungsanlagen versteht man alle Einrichtungen zur Abwasserbeseitigung, insbesondere zum Sammeln, Fortleiten, Behandeln, Einleiten, Versickern, Verregnen und Verrieseln sowie zum Entwässern von Klärschlamm im Zusammenhang mit der Abwasserbeseitigung.
Alle Techniken mit dem Ziel der schadlosen Ableitung, Reinigung, Verwertung, Rückgewinnung von wiederverwendbaren Wertstoffen und Senkung des Abwasseranfalls.
im allgemeinen Sinne die Rückführung des Abwassers in den natürlich Wasserkreislauf. Verfahrensmöglichkeiten: Einleitung in einen Vorfluter (oberirdische Gewässer, wie Bach, Fluss oder See), Einleitung in ein kommunales Entwässerungssystem, landwirtschaftlich Abwasserverwertung, Versickerung oder Versenkung, Eindampfen und Verbrennen, Transport ins Meer.
Gebrauchte Schmieröle
Der Anschlusskanal ist neben der Grundstücksentwässerungsanlage Bestandteil eines Grundstücksanschlusses.


